2025/26
DO. 23.10.2025 | 19:30 UHR (Einführung 18:30 Uhr)
CAMERATA MULTITUDES
»FLÜSSE«
Elbphilharmonie, Kleiner Saal
Franz Schubert
Arpeggione-Sonate D 821 (bearb. für Violoncello und Streicher von Georg Oyen)
Lieder aus „Winterreise“ D 911 (bearb. für Viola und Streicher von S. Malov)
Leonid Desyatnikov
„Wie der alte Leiermann“ für Violine und Streichorchester
Franz Schubert
Streichquartett d-Moll D 810 „Der Tod und das Mädchen“(bearb. für Streichorchester von von Georg Oyen)
„Pantha rhei“, „alles fließt“ – so formulierte Heraklit vor rund 2500 Jahren. Für die Kunst ist die Sentenz getrost als Aufforderung zu verstehen, die Grenzen niemals zu eng zu ziehen, nicht in den berühmten „Schubladen“ zu denken und stets neue Perspektiven auf scheinbar Altgewohntes zuzulassen. Denn auch hier ist alles im Fluss, alles in Bewegung, alles auf irgendeine Weise miteinander verbunden. In ihrem zweiten „Multitudes“-Programm spürt die Hamburger Camerata mit Sergey Malov in diesem Sinne dem Komponisten Franz Schubert nach. Oft als bieder-meierlicher „Liederfürst“ abgetan, wird die Vielfalt seines Schaffens bis heute unterschätzt. Als Arrangeur fügt Malov dabei den diversen Aufführungsvarianten der „Arpeggione“-Sonate mit seinem Schultercello eine neue Lesart hinzu. Liedern aus der „Winterreise“ entlockt er ganz ohne Worte ungeahnte Dimensionen, und auch das hochdramatische, so gar nicht biedermeierliche Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“ lässt er in neuem Licht erscheinen. Mit dem Stück „Wie der alte Leiermann“ des ukrainischen Komponisten Leonid Desyatnikov beweist er schließlich, dass der „Schubert-Fluss“ in unserer Gegenwart noch lange nicht versandet ist …
Sergey Malov, Violine, Viola, Violoncello da spalla & Leitung
Hamburger Camerata


