Konzertsaison 2010/11 |
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| Danke, Max Pommer! | ||||||
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Wenn man bei „Google“ nachfragt, was der Suchmaschine zu dem Namen Max Pommer einfällt, erhält man binnen 0,24 Sekunden 56.000 Rückmeldungen. So ein prominenter Mann ist unser künstlerischer Leiter! Allerdings muss man wohl ein Paar Nennungen auch auf das Konto eines Namensvetters verbuchen. Denn es gab einen gleichnamigen Architekten und Bauunternehmer, geboren 1847 in Dresden, der sich bei näherem Hinsehen als der leibliche Urgroßvater des Dirigenten entpuppt.
In dieser Saison feiert Max Pommer seinen 75. Geburtstag und nimmt das zum Anlass, sich nach zehn
Jahren als künstlerischer Leiter von der Hamburger Camerata zu verabschieden. Mit drei Konzerten, die
wir in unserer Programmübersicht anzeigen, wird er uns diesen Abschied gewiss schwer machen.
Als Dirigent, der lange Jahre jenseits von Mauer und Stacheldraht gelebt und gearbeitet hat, bevor er von
Leipzig nach Saarbrücken wechselte, ist er in besonderer Weise berufen, die Saison 2010/2011 mit einem
Konzert „An die Hoffnung“ zur 20jährigen Wiedervereinigung Deutschlands zu eröffnen.
Das festliche Weihnachtskonzert, das er Anfang Dezember vom Cembalo aus leiten wird, ist dem Werk eines
Mannes gewidmet, der ihn buchstäblich von Kindesbeinen an durch sein ganzes Leben begleitet hat und den kaum einer
besser kennt als Max Pommer: Johann Sebastian Bach. Schon als „Thomaner“ hat er in den Oratorien und Kantaten
mitgesungen. 1979 gründete er zusammen mit Mitgliedern des Gewandhausorchesters das Neue Bachische Collegium Musicum,
als dessen künstlerischer Leiter Max Pommer weit über die Grenzen Deutschlands bekannt wurde und für die Einspielung
der Brandenburgischen Konzerte er 1985 den Deutschen Schallplattenpreis erhielt.
Und am 8. Februar 2011, am Vorabend seines Geburtstages, werden wir mit Werken von Mozart, Strauss und Strawinsky so
etwas wie ein ganz persönliches Wunschkonzert des Geburtstagskindes hören, das natürlich – abgesehen von der besonderen
Nähe zum Thomaskantor Bach – in allen anderen Sätteln der Musikliteratur desgleichen zu Hause ist.
Danke, Max Pommer, für die Jahre, die Sie uns gewidmet haben! Die Camerata und die Stadt Hamburg haben Ihnen viel zu verdanken.
Es war immer Max Pommers Interesse, dass sich die Hamburger Camerata auch unter der Stabführung jüngerer Kollegen
präsentiert. Insofern sind wir besonders glücklich, dass unser Juni-Konzert, die „Ungarische Serenade“, von Simon Gaudenz
dirigiert werden wird. Er gewann im Februar 2009 mit dem Deutschen Dirigentenpreis die höchstdotierte Auszeichnung für Dirigenten
in Europa. Seit 2004 ist er Chefdirigent des Collegium Musicum Basel. Mit Beginn der Saison 2010/2011 ist er zusätzlich als
Erster Gastdirigent des Odense Symphony Orchestra unter Vertrag.
Noch eine Bitte: Auf den nachfolgenden Seiten weisen wir auch auf die musikpädagogischen Bemühungen hin, die von der Hamburger Camerata in Form von Kinder- und Jugendkonzerten unternommen werden. Wenn Sie selber Freude an Musik haben und gerne Konzerte besuchen, denken Sie daran, daß Ihre Kinder und Enkel diese Freude auch entwickeln, indem Sie unsere Angebote in Anspruch nehmen, damit sich unsere Konzertsäle künftig mit neuem Leben erfüllen.
Rolf Seelmann-Eggebert |
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Rolf Seelmann-Eggebert |
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