18. Juni 2009 20 Uhr, Hamburg, Laeiszhalle, Großer Saal
Konzerteinführung, 19.15 Uhr, Brahms Foyer

Zweilicht fällt
Auf Dein Gesicht
Ich seh’ Dich an
Und denk daran
Wie schön es ist
Kante
Wenn heute deutschsprachige Rockmusik ihren festen Ort in der Popkultur gefunden hat, so ist das nicht zuletzt ein Verdienst jener Bands, die unter dem Oberbegriff „Hamburger Schule“ Pionierarbeit in Sachen anspruchsvolle deutschsprachige Texte und persönliches Songwriting geleistet haben. Eine der bekanntesten dieser Bands ist „Kante“ um den Sänger und Komponisten Peter Thiessen. „Kante“ verbindet eine sehr individuelle, sensible Poesie mit melancholischen und mitreißenden Songs. Im Spiegel-Online gehörten Kantes Alben „Zombi“ und „Die Tiere sind unruhig“ jeweils zu den „wichtigsten CDs des Jahres“. „Die Tiere sind unruhig“ wurde außerdem im August 2006 zur Platte des Monats in der Fachzeitschrift „Musikexpress“ gewählt und anschließend sogar zur Platte des Jahres.
Die opulenten Arrangements, die auf ihren Aufnahmen zu hören sind, sind so orchestral empfunden, dass die Idee, mit einem wirklichen Orchester zusammenzuarbeiten, in der Luft lag. Der ideale Partner für solch ein Vorhaben ist die HAMBURGER CAMERATA, die für ihre einfallsreich-grenzüberschreitenden Programme bekannt ist. Auch Dirigent Jan Dvorak schätzt den Platz zwischen den Stühlen; im Zentrum seiner Arbeit stehen seit je gattungsübergreifende Konzeptionen und Kompositionen zwischen Pop, Neuer Musik und Theater.
Im Konzert „Zweilicht“ wird eine Linie gezogen von der existentiellen Ausdruckskunst eines Gustav Mahlers zu den sensiblen Songs von „Kante“ – eine Linie, die viel mit dem Begriff „Romantik“ zu tun hat. Typisch romantisch ist die Vorliebe für das Nächtliche, das Fragment, für die Frage statt der Antwort, für den Einzelnen statt der Menge – das gilt für Gustav Mahler wie für Peter Thiessen. Ein Gespräch über ein Jahrhundert hinweg kann beginnen.
Während im ersten Teil des Konzertes die beiden so unterschiedlichen Klangkörper zunächst einander gegenübergestellt werden, finden sie im zweiten Teil des Konzerts zusammen: Es entsteht ein Doppelkonzert für Rockband und Orchester. Neue, orchestrale Versionen der Kante-Stücke erklingen; Orchester und Band musizieren gemeinsam: Grenzen werden durchlässig!
Mit freundlicher Unterstützung der Kulturbehörde Hamburg. | 
Gustav Mahler
1860–1911
Adagio aus der unvollendeten X. Sinfonie (1910),
Fassung für Streichorchester
Kante
Sechs Songs
Igor Strawinsky
1882–1971
Concerto in Re für Streichorchester (1946)
Kante / Jan Dvorák
*1971
Konzert für Band und Orchester UA
Kante
Peter Thiessen, Gesang & Gitarre
Sebastian Vogel, Schlagzeug
Felix Müller, Gitarre
Thomas Leboeg, Tasteninstrumente
Florian Dürrmann, Baß
Leitung Jan Dvorák
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