Mit der Saison 2011/2012 feiert die Hamburger Camerata ihr 25-jähriges Bestehen. Das ist für die Mitglieder des Ensembles zunächst ein Anlass, ihrem treuen Publikum ein herzliches „Dankeschön“ zuzurufen!
Ein besonderer Dank gilt natürlich auch den Sponsoren. Denn obgleich wir stolz darauf sind, 45 Prozent der Kosten selber aus dem Kartenverkauf zu bestreiten, bleiben eben 55 Prozent, bei denen wir auf Mäzene angewiesen sind. Und wenn man sich in diesem Zusammenhang als Geburtstagskind etwas wünschen dürfte: Die Hamburger Camerata würde es dankbar begrüßen, wenn sich auch der Senat der Freien und Hansestadt dazu verstehen würde, einen finanziellen Beitrag zur Zukunftssicherung des Ensembles zu leisten.
Das 25-jährige Bestehen hat uns angespornt, das Jubiläum mit einer besonders anspruchsvollen Programmgestaltung zu feiern. Das beginnt gleich mit einer „Fanfare“, in der festliche Symphonien des klassischen Repertoires dem heiteren im Jahre 2000 uraufgeführten „Tirol Concerto“ von Philip Glass gegenübergestellt werden. Solist ist Ralf Gothóni, der auch die musikalische Leitung des Abends hat.
Beim Japanisch-Deutschen Freundschaftskonzert „East Meets West“ werden Werke des japanischen Komponisten Tokuhide Niimi zu hören sein, kombiniert mit Mozart und Beethoven. Es wird ein Wiederhören mit der japanischen Sopranistin Ai Ichihara und dem langjährigen musikalischen Leiter der Camerata, Max Pommer, geben.
Im traditionellen Weihnachtskonzert erklingen festliche Klänge von Telemann, Vivaldi und Haydn, eingebettet in die Jahreszeiten von Peter Tschaikowsky. Dirigent ist Alexander Mayer, dessen Debut bei der Camerata so erfolgreich war, daß er gleich wieder eingeladen wurde.
Auf die Spuren Sándor Véghs begibt sich die Camerata unter der Leitung von Alexander Janiczek, der als junger Konzertmeister der Camerata Salzburg eine enge Beziehung zu Végh aufbaute und heute das Scottish Chamber Orchestra leitet. Der Ungar Sándor Végh gilt als einer der bedeutendsten Kammermusiker des 20. Jahrhunderts. Seine Interpretationen der Wiener Klassik haben Maßstäbe gesetzt.
Entsprechend der Camerata-Tradition, hervorragende Nachwuchskünstler zu präsentieren, spielt Julian Steckel am 12. April 2012 den Solopart von Schumanns berühmtem Cellokonzert. Seit vielen Jahren wird er von der Deutschen Stiftung Musikleben gefördert und wurde 2010 mit dem 1. Preis des ARD-Wettbewerbs ausgezeichnet.
Die Saison klingt aus mit einer „Sommerlichen Serenade“. Der international gefeierte Künstler Kolja Blacher leitet die Camerata vom Konzertmeisterpult aus und als Solist. Designer Peter Schmidt lässt sommernächtliche Klänge in neuem Licht erscheinen.
Mehr als eine Fußnote wert: Das große Engagement der Camerata für Kinder im Rahmen der Familienkonzerte und der „Elbwichtel-Konzerte“!
Vor Herausforderungen ganz besonderer Art steht die Camerata in ihrer 25. Saison. Nach dem Abschied von Max Pommer wird ein neuer künstlerischer Leiter gesucht. Befindet er sich womöglich schon unter den hochkarätigen Interpreten, die in dieser Saison das Orchester leiten? Wir werden sehen. Junge, viel versprechende Nachwuchsmusiker werden die neue Ära der Hamburger Camerata prägen. So konnte Gustav Frielinghaus, Primarius des Amaryllis-Quartetts, für die verantwortungsvolle Position des Konzertmeisters gewonnen werden. Schließlich wird darüber nachgedacht, die juristische Basis des Orchesters neu zu strukturieren. Bei alledem geht es darum, die Hamburger Camerata tüchtig für die nächsten 25 Jahre zu machen.
Machen Sie mit!
Rolf Seelmann-Eggebert
Vorsitzender des Kuratoriums der Hamburger Camerata
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Rolf Seelmann-Eggebert
Vorsitzender des Kuratoriums der Hamburger Camerata