Hamburg - Eine neue Kinderkonzertreihe, ein Abschied auf Raten und konstante programmatische Kreativität - so lässt sich die kommende Saison der Hamburger Camerata zusammenfassen. Chefdirigent Max Pommer stellte die neue Spielzeit jetzt gemeinsam mit Konzertmeisterin Meike Thiessen sowie Vorstand und Sponsoren vor. Wenn es nach der Camerata ginge, trügen im nächsten Winter alle Kinder Hamburgs rote Zipfelmützen mit dem Schriftzug "Elbwichtel": So heißt das neue, vier Konzerte umfassende Abo für Zuhörer von drei bis sechs Jahren, für das die Mützen werben. Mit den moderierten Mitmach-Konzerten im Atrium der Wohnanlage "New Living Home" in Lokstedt möchte die Camerata laut Organisatorin Andrea Hummel "zum großen Education-Angebot in der Stadt beitragen". So soll ein Prozess der Verjüngung initiiert werden, den auch die künstlerische Leitung reflektiert: Max Pommer (73), seit 1991 Chefdirigent der Camerata, beschränkt sich in den nächsten beiden Spielzeiten auf je zwei Konzerte und möchte sich dann ganz zurückziehen und "nur noch als Gastdirigent einladen lassen". Ein Nachfolger ist aber noch nicht in Sicht. Grundsätzlich bleibt die Camerata ihrem erfolgreichen Konzept der Motto-Konzerte treu. Die Schwerpunkte der sechs Abokonzerte sind ebenso geografischer (Hamburg und Italien) wie ästhetischer (Appassionata, Licht und Schatten) Natur und würdigen unter anderem die Jubilare Händel, Haydn und Schumann. Insgesamt drei Hamburger Erstaufführungen stehen an; neben der Harfenistin Maria Graf präsentieren sich dank der Kooperation mit der Deutschen Stiftung Musikleben zudem etliche junge Solisten. mat Hamburger Abendblatt 24. April 2009 |
Kritiken
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